Narkose

Was ist eine Vollnarkose?

Die Vollnarkose ist die Anästhesieform, bei der sowohl der Wachzustand des Patienten als auch sein Schmerzempfinden vollkommen ausgeschaltet sind.

Wie funktioniert eine Vollnarkose?

Die zur Vollnarkose benötigten Medikamente werden üblicherweise in eine Vene gespritzt. Dies nennt man intravenöse Applikation. oder der Patient erhält sie über die Maske. In letzterem Fall nimmt er sie über die Atemwege, also inhalativ, auf.

Die Medikamente zur Vollnarkose entfalten ihre Wirkung im zentralen Nervensystem. Diese Wirkung zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
 
1- Schmerzfreiheit
2- Bewusstseinsverlust
3- Erinnerungslosigkeit
4- Dämpfung der vegetativen Nervenreaktionen
 
Es wird immer eine Kombination verschiedener Medikamente eingesetzt, da keines der verfügbaren Medikamente allein alle Komponenten einer Vollnarkose herbeiführen kann.

Wozu dient die Vollnarkose?

Die Narkose ermöglicht die Durchführung von Operationen verschiedener Art. Sie hat den Zweck, dass der Patient keinerlei Schmerzen empfindet und das Operationsgeschehen nicht bemerkt. Viele Operationsarten lassen sich überhaupt nur in Vollnarkose durchführen. Bei anderen stellt die Vollnarkose eine Alternative zur Teilnarkose, der so genannten Regionalanästhesie dar.

Die Errungenschaften der modernen Kiefer-, und Gesichtschirurgie wären ohne gleichzeitige Entwicklungen in den Narkosetechniken nicht möglich gewesen.

Welche Komplikationen können bei einer Vollnarkose auftreten?

Bei den Risiken einer Vollnarkose ist zu unterscheiden zwischen allgemeinen Risiken, die bei jeder Vollnarkose bestehen, und spezifischen Risiken, die sich aus der Schwere der Operation oder dem Gesundheitszustand des Patienten ergeben.Zu den allgemeinen Risiken gehören beispielsweise:
 
1. Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
2. Beatmungsprobleme
3. Beschädigung der Frontzähne bei der Intubation
4. Allergische Reaktionen auf gegebene Narkosemittel

 
Bei empfindlichen Personen kann es im Zusammenhang mit Narkosen zu Übelkeit oder Erbrechen kommen. Um für diesen Fall das Einfließen größerer Mengen Mageninhaltes in die Lunge zu vermeiden, müssen Sie als Patient die Nüchternheit vor der Narkose unbedingt einhalten.

Was ist vor einer Vollnarkose zu beachten?

Wenn feststeht, dass eine Operation unter Vollnarkose stattfinden soll, wird der Anästhesist mit dem Patienten ein Gespräch zur Vorbereitung der Narkose führen. Dieses Gespräch verfolgt mehrere Zwecke:
 
1. Der Narkosearzt kann sich ein Bild von der Krankengeschichte und dem Gesundheitszustand des Patienten machen.
 
2. Der Patienten wird über die Narkoseart, das Vorgehen und die Risiken aufgeklärt.
 
3. Der Umfang der Untersuchungen wird zur Abklärung des Narkoserisikos festgestellt.

 
In der Nacht vor einer Operation sind viele Patienten aufgeregt. Daher ist es empfehlenswert, dass sie sich vom Anästhesisten ein Beruhigungsmedikament verordnen lassen.
 
Besonders wichtig ist, dass Sie als Patient vor der Narkose seit mehreren Stunden nüchtern bleiben, das heißt: nichts gegessen und getrunken sowie nicht geraucht haben.Nach großen Operationen oder bei Patienten mit schlechtem Gesundheitszustand kann es notwendig werden, den Patienten nach der Operation im Krankenhaus zu behalten.